Eine starke Gemeinschaft mit Geschichte.

Eintracht
hält
Macht.

Unser Wahlspruch ist nicht nur ein Spruch – er verkörpert das Prinzip unserer Verbindung.
Seit 1838, aber immer noch aktuell.

Inmitten von Unterschieden und Konflikten in der Welt, tragen wir als Studentenverbindung stolz das Motto “Eintracht hält Macht”. Es symbolisiert den Geist unserer Gemeinschaft und betont die Kraft, die entsteht, wenn wir uns zu einer solidarischen und harmonischen Einheit vereinen.

“Eintracht hält Macht” bedeutet für uns, dass wir als Studenten gemeinsam mehr erreichen können als jeder Einzelne für sich allein. Unsere Eintracht gründet sich auf gegenseitigem Respekt, Zusammenhalt und der Anerkennung individueller Stärken und Schwächen. Indem wir uns als Verbündete sehen, unterstützen wir uns in unseren akademischen und persönlichen Zielen, fördern das Lernen voneinander und stärken unsere Potenziale.

Wir bekennen Farbe.

Das Wappen unseres Corps zeigt unsere Farben Grün-Gold-Rot, das Wappen der Stadt Freiberg (wo wir 1838 an der Bergakademie gegründet wurden), Schlägel und Eisen als Symbol des Bergbaus, den Blätterkranz mit dem Stiftungsdatum und in der Mitte unseren Zirkel.

Das zeichnet unser Corps aus

Freundschaft

Toleranz

Netzwerk


Häufig gestellte Fragen

Hier haben wir die häufigsten Fragen und Antworten (FAQ) für dich zusammengetragen. Sollte deine Frage noch nicht dabei sein oder dir eine Antwort nicht ausreichen, dann zögere nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns über dein Interesse.

1. Was ist ein Corps?

Ein Corps ist eine Verbindung von Studenten, die sich beim Studium gegenseitig unterstützen, gemeinsame Aktivitäten unternehmen, zusammen Spaß haben und feiern. Das Miteinander von Gleichgesinnten, das Auskommen in einer Gruppe, die schnelle Hilfe beim Studium, die moralische Unterstützung in Prüfungszeiten, das alles macht unser Corps aus.
Dieser Zusammenhalt besteht aber über das Studium hinaus ein ganzes Leben lang, während der beruflichen Phase und auch anschließend im Ruhestand (Lebensbund-Prinzip).

2. Wie unterscheidet ihr euch von Burschenschaften? Seid ihr rechtsextrem?

Nein. Die Mitglieder eines Corps sind im Gegensatz zu anderen Verbindungen (z.B. Burschenschaften) zu Toleranz verpflichtet, insbesondere auf weltanschaulichem, politischem und religiösem Gebiet. Eine Diskriminierung anderer auf Grund von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Kultur lehnen wir ausdrücklich ab (Toleranz-Prinzip).
Unser Corps bekennt sich zum Grundgesetz und der freiheitlich-demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland.

3. Seid ihr politisch engagiert?

Wir erwarten, dass sich unsere Mitglieder mit dem Zusammenleben im Staat und der Gesellschaft beschäftigen. Das Corps selbst enthält sich jedoch jeglicher Parteipolitik (Neutralitäts-Prinzip).

4. Nehmt ihr nur Studenten auf?

Ja. Wie das Wort “Studentenverbindung” schon andeutet, sind alle von uns (zum Teil ehemalige) Studenten. Dabei beschränken wir uns auf Studenten der Aachener Hochschulen, der RWTH und der FH Aachen.

5. Warum nehmt ihr keine Frauen auf?

Corps sind zu Zeiten entstanden, als es noch keine weibliche Studentinnen gab. Diese Regelung wurde bis heute beibehalten, so wie es heute z.B. auch keine gemischten Fußballmannschaften für Männer und für Frauen gibt. Frauen sind willkommene Gäste und Freundinnen auf vielen Veranstaltungen unseres Corps, ohne die unser Corps nicht das wäre, was es ist. Es gibt jedoch auch spezifische Veranstaltungen, bei denen wir eine geschlossene männliche Gemeinschaft bevorzugen.

6. Nehmt ihr auch Ausländer auf?

Ja, natürlich. Wegen unseres Toleranz-Prinzips lehnen wir Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Kultur ausdrücklich ab. Wir haben zahlreiche Corpsbrüder unterschiedlicher Nationen, die unsere Gemeinschaft auch im Kleinen global machen.

7. Wie wird man Mitglied in eurem Corps und wie sieht die Mitgliedschaft aus?

Zunächst solltest du uns und wir dich kennenlernen. Denn es ist wichtig zu klären, ob du mit den Grundsätzen unseres Corps einverstanden bist. Über deinen Antrag auf Eintritt entscheidet unsere Mitgliederversammlung. Als Aufnahmekriterium zählt für uns die Persönlichkeit, der Charakter und die Bereitschaft, sich zu engagieren. Außerdem legen wir Wert auf einen erfolgreichen Studienabschluss, der ein Masterabschluss oder vergleichbarer Abschluss sein sollte.

Als “Fuchs”

Nach der Aufnahme durchläufst du eine Art Probezeit als „Fuchs“, die meist ein Semester dauert und in der man auf dem Corpshaus wohnt. In dieser Zeit lernt man das Corps, seine Mitglieder und die Konventionen kennen, übernimmt Aufgaben, trainiert das Fechten und schlägt eine Mensur. Man wächst in die Gemeinschaft hinein und lernt alle Aspekte des Corpslebens kennen.

Als “Corpsbursche”

Nach erfolgreichem Ablauf der Zeit als Fuchs wird man als „Corpsbursche“ Vollmitglied unseres Corps und des Corpsburschen Convents, der den Corpsbetrieb steuert. Eigene Ideen muss man mit stichhaltigen Argumenten begründen, stets wird demokratisch abgestimmt. Man muss Ämter im Vorstand des Corps bekleiden, Veranstaltungen organisieren und leiten, Aufgaben im Corpshaus übernehmen und weitere Mensuren fechten. Auch in dieser Phase wohnt man auf dem Corpshaus.
Das kostet Anstrengung und Zeit über das fürs Studium erforderliche Maß hinaus, aber verhilft einem auch zu Soft Skills, die später in Bewerbungsgesprächen, im Beruf und im Privatleben eine wichtige Rolle spielen. Man trainiert diese Soft Skills (Umgang mit anderen Menschen, Zusammenwirken im Team) in unserem Corps viel intensiver als in einer normalen WG oder als Einzelkämpfer.

Als “Inaktiver Corpsbursche”

Nachdem man diese Zeit erfolgreich bestanden hat, wird man „inaktiver Corpsbursche“. Dieser nimmt zwar weiter an Veranstaltungen des Corps teil und steht seinen jüngeren Corpsbrüdern beratend bei, kann sich nun aber auf den Abschluss seines Studiums konzentrieren.

Als “Alter Herr”

Nach dem Studienabschluss wird man dann zum „Alten Herren“ ernannt, selbst wenn man noch in den Zwanzigern ist. Die Alten Herren nehmen an vielen Veranstaltungen des aktiven Corps teil. Es ist dieses gleichgestellte Miteinander und der Austausch zwischen den Altersgruppen vom jüngsten Fuchs bis zum ältesten Alten Herren, das unser Corps so interessant macht.

Die “Aktivitas”

Noch etwas ist wichtig: Es sind die Corpsburschen und die Füchse, die den Corpsbetrieb aktiv gestalten, wir nennen sie daher „Aktivitas“. Sie sind es auch, die das Corps nach außen hin repräsentieren, nicht die Alten Herren.

8. Welche Kompetenzen über mein Studium hinaus kann ich in eurem Corps erlernen?

Kommunikationsfähigkeit: Eigene Ideen verständlich formulieren und anderen aufmerksam zuhören, um deren Vorstellungen zu verstehen. Offene Kommunikation hilft, Konsens herzustellen und Ziele zu erreichen.


Belastbarkeit: In stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten und souverän mit unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen.


Empathie: Sich in andere hinein versetzen und deren Gefühle nachvollziehen hilft, Konflikte und Missverständnisse zu vermeiden.


Flexibilität: Einspringen, auch wenn es nicht zum eigenen Aufgabengebiet gehört oder in den persönlichen Zeitplan passt.


Interkulturelle Kompetenz: Unsere globalisierte Welt erfordert Verständnis und souveränen Umgang mit anderer Kulturen.


Teamfähigkeit: Teamfähig zu sein bedeutet, sich als Mitglied eines Teams zu sehen statt sich in den Vordergrund zu drängen oder abzukapseln. Zusammen ist man stark.


Selbstbewusstsein: Zu wissen, welche Stärken man hat und an welchen Schwächen man noch arbeiten sollte. Selbstbestimmt entscheiden, ob man sich durchsetzen oder nachgeben will. Das Gegenteil von arrogant, überheblich und eingebildet sein.


Kritikfähigkeit: Kritikfähig zu sein bedeutet nicht nur, Kritik fair und sachlich zu äußern. Sondern auch, Kritik anzunehmen und angemessen damit umzugehen. Gerade in Teams, Projekten und Führungssituationen spielt der Umgang mit Kritik eine entscheidende Rolle.


Analytische Kompetenz: Wer analytisch und strukturiert denken kann, ist in der Lage, Situationen rasch zu erfassen und entsprechend schnell zu reagieren.


Vertrauenswürdigkeit: Vertrauenswürdig ist, wer Zusagen und Termine hält und auch in kritischen Situationen zu seinem Wort steht.


Selbstdisziplin/Selbstbeherrschung: Nur wer sich selbst im Griff hat, kann andere überzeugen.


Neugierde: Neugierde ist die Voraussetzung für Kreativität und hilft, neue Aspekte zu betrachten und Etabliertes zu hinterfragen.


Konfliktfähigkeit: Nur wer andere Auffassungen akzeptieren und sich offen mit seinen Mitmenschen auseinandersetzen kann, wird erfolgreich sein. Dazu gehört auch, drohenden Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen, sich einem Konflikt stellen, einen Konflikt lösen können.


Durchsetzungsvermögen: Sich angemessen durchzusetzen bedeutet zu überzeugen, statt zu überreden oder zu zwingen.

9. Welche Rolle haben die Alten Herren in eurem Corps?

Die Alten Herren ermöglichen durch ihren Mitgliedsbeitrag den Corpsbetrieb und das Corpshaus. Sie tun dies in Erinnerung an die Zeit, als sie selbst studiert haben und ein Corpsleben genießen konnten, das die damaligen Alten Herren finanzierten. Es ist eine Art Generationenvertrag – die Älteren investieren in die jungen Mitglieder. Das funktioniert bei uns seit 1838.


Die Alten Herren genießen aber auch das Zusammentreffen bei Veranstaltungen auf dem Corpshaus oder anderen Gelegenheiten, um die jungen Mitglieder kennenzulernen und ihnen schon lange bekannten Corpsbrüder wiederzusehen. Sie freuen sich, durch Diskussionen mit den Aktiven auf der Höhe der Zeit zu bleiben. An vielen Festen nehmen die Ehefrauen der Alten Herren teil, an manchen auch ihre Kinder. Zusammen mit den Freundinnen der Studenten ergibt sich ein buntes Gemisch, leben und feiern wir in einer familiären Atmosphäre.


Viele unserer Alten Herren übernehmen zeitweise Ämter im Corps. Dazu gehört die Verwaltung der Beiträge der Alten Herren, die Organisation der größeren Reparaturen und Umbaumaßnahmen am Corpshaus, der Abschluss von Verträgen für das Corps und die Leitung der Altherrenschaft. Nicht zu vergessen die regelmäßige Informationen aller Corpsmitglieder über die Vorgänge in unserem Corps. Bei unseren Segeltörns stellen sie meist den oder die Skipper.

10. Was kostet die Mitgliedschaft und wann endet sie?

Die Mitgliedschaft ist für unsere Studenten kostenlos. Wer auf dem Haus wohnt, zahlt monatlich eine sehr günstige Miete. Dafür hilft er mit, das Haus in Schuss zu halten.

Die Alten Herren zahlen monatlich einen Mitgliedsbeitrag von 50€, um den Corpsbetrieb der jungen Mitglieder (Aktivitas) und das Haus zu finanzieren. Das machen sie gern, um Kontakt zu ihrer Hochschule und ihren jungen, gleich alten und älteren Corpsbrüdern zu halten. Viele Veranstaltungen erinnern daher eher an Familientreffen. Es ist ähnlich wie bei den Alumni-Vereinigungen an Universitäten.

Entsprechend unserem Lebensbund-Prinzip endet die Mitgliedschaft erst mit dem Tod. Vorheriges Ausscheiden kommt nur selten vor.

11. Leidet nicht das Studium, wenn ich bei euch Mitglied bin?

Unsere Mitglieder zeigen, dass auch in heutigen Zeiten das Studium und die Aktivitäten im Corps vereinbar sind. Durch gegenseitige Unterstützung studieren unsere Corpsbrüder vielleicht mit größerer Effektivität als andere, denen eine solche Gemeinschaft fehlt. Denn in den stressigen Prüfungszeiten kann man seine Corpsbrüder schnell und problemlos um Rat fragen und bekommt auch moralische Unterstützung. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Zahl der Studienabbrecher geringer ist, wenn man in eine Gemeinschaft integriert ist, die einen bei einem Durchhänger ermutigt und motiviert. Bei uns ist keiner allein.
Unsere Mitglieder schließen ihr Studium in der Regel mit dem Master in respektablen Zeiten und mit guten Noten ab.

12. Was bedeutet Fechten und Mensur?

Das Fechten war unter Studenten schon vor 200 Jahren Brauch und wurde von den Corps übernommen. Es unterscheidet sich sehr stark vom olympischen Fechten, da man sich beim studentischen Fechten im festen Abstand gegenüber steht und nur den Fechtarm bewegt. In den Corps wird heute nach einem festen Regelwerk gefochten, um ernste Verletzungen zu verhindern. Dieser Fechtkampf heißt bei den Corps Mensur.


Fechten erfordert Training und Anstrengung. Die Mensur kostet Überwindung und ist das, was die Corpsbrüder zusammenschweißt und schlagende (fechtende) Verbindungen von anderen studentischen Vereinigungen unterscheidet. Denn wer das mitmacht, der meint es ernst mit seinem Corps und ist nicht nur dabei, um ein paar schöne Semester zu erleben und danach zu verschwinden. Wer die Vorbereitung und die Mensur selbst durchlebt hat, lernt mit einer starken Stresssituation umzugehen und Ruhe zu bewahren. Die Vorbereitung, das regelmäßige Training, gibt einem die Disziplin, ein sich vorher ausgewähltes Ziel mit Erfolg zu erreichen. Insgesamt wird dabei der eigene Charakter gefestigt.

13. Woher kommt der Name Franconia Fribergensis?

Als die Corps vor über 180 Jahren entstanden, gaben sie sich lateinische Namen, die meist von Regionen abgeleitet wurden. Unser Corps wurde 1838 an der Bergakademie Freiberg in Sachsen gegründet und gab sich den Namen „Franconia“. Als das im Dritten Reich aufgelöste Corps im Jahre 1953 in Aachen wieder aufgemacht wurde, entstand der an die Ursprünge erinnernde Name „Franconia Fribergensis“. Unter uns bezeichnen wir uns als „Franken“.

14. Was bedeuten die Bänder, Mützen und schwarzen Jacken?

Seit ihrem Entstehen trugen studentische Verbindungen farbige Bänder und Mützen (Couleur), um sich zu unterscheiden – wie heute z.B. Fußballvereine. Das Band symbolisiert die Verbindung zwischen uns Mitgliedern. Unsere schwarzen Jacken, die „Bergkittel“, waren früher die Tracht der Bergleute. Couleur tragen wir bei Corps-Veranstaltungen, nicht beim Studium oder Privatleben.

15. Was ist mit übermäßigem Bier-Trinken?

Wie in anderen Verbindungen wird auch bei uns Bier getrunken. Aber wir lehnen übermäßigen Alkoholkonsum ab und halten unsere Corpsbrüder an, sich selbst im Griff zu haben.

16. Was muss ich tun, um ein Zimmer auf eurem Haus zu bekommen? 

Bei Interesse an unserer Gemeinschaft schreib uns über das Kontaktformular, per E-Mail oder ruf uns an. Du bist jederzeit herzlich willkommen und wir haben in der Regel jedes Semester Zimmer für neue Studenten frei.

17. Habe ich später im Beruf Vorteile durch euer Corps?

In der Corpsgemeinschaft lernt man man vieles, dass die Hochschulen nicht vermitteln, aber im späteren Beruf und Privatleben überaus nützlich ist – die Soft Skills.

Unsere Corpsbrüder bilden ein Leben lang ein großes, befreundetes Netzwerk, das man jederzeit um Rat fragen kann.

Man sollte aber in den heutigen Zeiten nicht davon ausgehen, dass die Alten Herren den Berufsanfängern Traumjobs zuschustern können. Protektion, wie in früheren Zeiten, gibt es heute nicht mehr.

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