Geschichte

Studenten der Franconia in Freiberg im Sommer 1842.
Studenten der Franconia in Freiberg im Sommer 1842.

 

1765 wurde in der Stadt Freiberg in Sachsen die Bergakademie Freiberg gegründet. Bald danach gab es zehn Studienfächer, darunter die Bergbau- und die Hüttenkunde. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Studenten-Verbindungen.

 

Unser Corps Franconia wurde 1838 gestiftet und besteht nun schon seit über 175 Jahren.

 

Das Wappen unseres Corps zeigt unsere Farben Grün-Gold-Rot, das Wappen der Stadt Freiberg, Schlägel und Eisen als Symbol des Bergbaus, den Blätterkranz mit dem Stiftungsdatum und in der Mitte unseren Zirkel.
Das Wappen unseres Corps zeigt unsere Farben Grün-Gold-Rot, das Wappen der Stadt Freiberg, Schlägel und Eisen als Symbol des Bergbaus, den Blätterkranz mit dem Stiftungsdatum und in der Mitte unseren Zirkel.

 


Ab 1863 schlossen sich die Corps der Technischen Hochschulen und Bergakademien zum Weinheimer Senioren Convent zusammen. Jedes Jahr um Himmelfahrt finden Tagungen dieser Corps in Weinheim (bei Heidelberg) statt, zur Beratung und zu gemeinsamen Feiern. 


 

Dieses Bild zeigt die überaus farbenfrohen Trachten anderer Corps bei der jährlichen Weinheim-Tagung.
Dieses Bild zeigt die überaus farbenfrohen Trachten anderer Corps bei der jährlichen Weinheim-Tagung.
Die Wachenburg, erbaut 1907 - 1928 vom Weinheimer Senioren Convent auf einem Bergrücken über Weinheim, als repräsentativer Tagungsort der Weinheimer Corps.
Die Wachenburg, erbaut 1907 - 1928 vom Weinheimer Senioren Convent auf einem Bergrücken über Weinheim, als repräsentativer Tagungsort der Weinheimer Corps.
118. Stiftungsfest im Sommer 1956 in Aachen.
118. Stiftungsfest im Sommer 1956 in Aachen.

 

Im Jahre 1935 veränderten sich die politischen Verhältnisse derart, dass es auf ein Verbot aller Corps zulief. Um einer Zwangseingliederung in den NSDStB (Nationalsozialistischen Deutschen Studendenbund) zuvorzukommen, löste sich das Corps Franconia im Oktober 1935 selbst auf.

 

Die Vereinigung der Alten Herren blieb weiter bestehen. Viele der Alten Herren verloren im 2. Weltkrieg und in Wirren der Nachkriegszeit ihr Leben. Doch der Wille, das Corps Franconia wieder zum Leben zu erwecken, war bei den überlebenden Corpsbrüdern ungebrochen. Weder der Krieg noch die schwierige Nachkriegszeit konnten die immer noch starken freundschaftlichen Bindungen zerstören.

 

Ein großer Teil der Alten Herren der Franconia lebte nach dem Krieg in der sowjetischen Zone. Eine Wiedereinführung der Corps mit ihrem freiheitlichen Gedankengut war im Kommunismus jedoch unmöglich.

 

Die in Westdeutschland lebenden 55 Alten Herren gründeten daher im Dezember 1952 in Frankfurt den "Verband Alter Freiberger Franken" und beschlossen im Juni 1953, das Corps in Aachen unter dem Namen "Franconia Fribergensis" wieder aufleben zu lassen. Aachen wurde gewählt, weil es an der Technischen Hochschule eine Fakultät für Bergbau und Hüttenwesen gab und auch die beiden anderen Corps aus Freiberg dort präsent waren.

 

Im Jahr 1926 war mit dem befreundeten Corps Hercynia in Clausthal ein Kartellvertrag geschlossen worden, in dem man sich gegenseitige Hilfsbereitschaft und Freundestreue versprochen hatte. Mit drei Studenten von Hercynia und zwei weiteren Studenten des in Aachen residierenden Corps Paleo-Teutonia wurde unser Corps im Wintersemester 1953/1954 restituiert. Damit besteht unser Corps nun schon seit über 60 Jahren in Aachen.

 

Mit unserem Kartellcorps Hercynia verbindet uns eine enge Freundschaft, deren Wurzeln über 100 Jahre zurück reichen. Während wir die Farben Grün-Gold-Rot tragen, sind die von Hercynia Hellblau-Weiß-Dunkelblau.
Mit unserem Kartellcorps Hercynia verbindet uns eine enge Freundschaft, deren Wurzeln über 100 Jahre zurück reichen. Während wir die Farben Grün-Gold-Rot tragen, sind die von Hercynia Hellblau-Weiß-Dunkelblau.

 

Im April 1958 erwarben die Alten Herren das jetzige Corpshaus, um unseren Studenten ein repräsentatives Heim zu schaffen. Und seit dieser Zeit werden von unseren Alten Herren große finanzielle Leistungen erbracht, um dieses Corpshaus zu renovieren, zu modernisieren und um den laufenden Betrieb zu finanzieren.

 

Der Eingang zur Wachenburg mit den Wappen der Weinheimer Corps.
Der Eingang zur Wachenburg mit den Wappen der Weinheimer Corps.